Langeoog: Eine Insel voller archäologischer Schätze und außergewöhnlicher Bauten

Langeoog – die lange Insel – erstreckt sich zwischen der Ems- und Wesermündung in der Deutschen Bucht. Mehr als 14 Kilometer lange Strände, die von einem weitläufigen Dünengelände umgeben sind, verleihen der ostfriesischen Insel ihren besonderen Reiz. Am Küstengebiet vor dem Pirolatal dürfen Sonnenanbeter sogar ihre Schatzsucher-Qualitäten unter Beweis stellen. In dieser Region sind noch immer die Überreste eines Schiffswracks verborgen, in denen Forscher bereits vor geraumer Zeit Kanonenkugeln fanden. Aufgrund der Gezeiteneinwirkung ist das Schiff mittlerweile frei gelegt. Dadurch ist auch ersichtlich, dass der Rumpf vom Schiff inzwischen zerbrochen ist. Doch nicht nur als Badeparadies mit einer wunderbaren Naturlandschaft und archäologische Fundstätte zieht dieses Eiland seine Besucher magisch an.

Der Wasserturm als krönender Abschluss der Dünen

Bild vom Wasserturm auf Langeoog Kaum ein anderes Bauwerk dominiert die Insel so deutlich wie der Wasserturm. Der Wasserturm – ein über 100 Jahre alter Bau am nördlichen Strand – thront mit einer Höhe von etwa vier Metern über den Dünen. Zur Sommerzeit dürfen Besucher diesen Turm besteigen. Direkt neben dem Turm entdecken Urlauber zudem einen Granitpfeiler, dessen mit einem Kreuz vermerkte Fläche einen trigonometrischen Punkt des europäischen Hauptdreiecksnetzes bildet. Die Inselkirche ist ein anderer architektonischer Glanzpunkt von Langeoog, deren Anblick sich Reisende nicht entgehen lassen sollten. Dieses Gotteshaus wurde im 19. Jahrhundert erbaut. Ein Besuch in den Innenraum dieser Kirche ist ein Muss – immerhin dürfen die Gäste an diesem Ort einige äußerst außergewöhnliche Altarbilder bewundern.

Lale Anderson und Langeoog: Eine besondere Verbindung

Die Verbindung zwischen Langeoog und der ‚Lilly Marleen‘-Sängerin Lale Anderson ist etwas Besonderes. Die lange Zeit, die Lale Anderson auf der Insel verbrachte, genoss die Künstlerin vor allem in ihrem Haus ‚Sonnenhof‘. Obwohl die Sängerin im Jahr 1972 in Wien gestorben ist, wurde die Deutsche in Langeoog beigesetzt. Nicht nur aus dem Grund widmeten die Einwohner der in Bremerhaven geborenen Künstlerin das Denkmal ‚vor der Laterne‘. Das Heimatmuseum des Eilands, das Seemannshus, bietet im Caspar-Döring-Pad spannende Einblicke. Dieses Seemannshus präsentiert sich als urtümliches Insulanerhaus, das neben einer Wohnstube vier Gästezimmer und eine Veranda aus dem 19. Jahrhundert beherbergt. Viele Ausstellungsstücke gelten als historische Reminiszenzen der Region. Andere Gegenstände schildern das Leben der Insulaner vor Ort. Diese kulturelle Reise in die Vergangenheit können Besucher mit Ausflügen zum Denkmal der geschichtsträchtigen Diesellokomotive sowie zum Alten Wasserwerk fortsetzen.